Heisse Sommer sind schön aber auch problematisch: Nicht nur, dass vielen von uns die hohen Temperaturen körperlich und gesundheitlich zu schaffen machen, es kommen auch noch vermehrt allergische Reaktionen dazu. Oftmals plötzlich und erst einmal unerklärlich – das Immunsystem ist durch die Hitze angegriffen.

Was passiert:

Gerade jetzt bei diesen extrem hohen Außentemperaturen arbeitet unser Körper auf Hochtouren. Mit starkem Schwitzen versucht der Körper die vorgegebene Körpertemperatur zu halten, damit er nicht überhitzt (Weitstellung der Gefäße und Hautporen). Durch diese Aktivität arbeitet unser Immunsystem bei Hitze auf Hochleistung. Dazu kommt: Durch den hohen Wasserlust verliert der Körper viele Mineralien und Salze , damit wird das das Immunsystem angreifbarer. Drei Allergiearten sind gerade besonders häufig: 1. Hautreaktionen durch kosmetische Produkte wie Sonnencremes, 2. allergische Reaktionen durch den Verzehr von viel Obst und 3. Stiche durch Insekten, aktuell: Wespen. Diese sind besonders im Spätsommer aggressiv auf Nahrungssuche.

Was ist zu tun:

  1. Hautrötungen und Pickel durch Sonnenschutzmittel – Benutzen Sie Ihrem Hauttyp entsprechende Sonnencremes und nehmen Sie moderne dermakosmetische Produkte. Diese enthalten keine Emulgatoren mehr und sind besonders hautfreundlich. Kühlen Sie Ihre Haut abends mit hautfreundlichen leichten Gel-Cremes zur Beruhigung.
  2. Allergische Reaktionen nach verstärktem Obstgenuss: Auch wenn Sie normalerweise alle Obstsorten vertragen, kann es zur Zeit zu Reaktionen kommen, weil wir bei Hitze einfach mehr Obst essen. Wer etwa bereits durch Allergien wie z. B. Heuschnupfen vorbelastet ist, kann davon besonders betroffen sein. Dabei werden sogenannte Kreuzallergien ausgelöst. Zum Beispiel durch Eiweissstoffe in manchen Obstsorten , die denen von Birkenpollen ähnlich sind. Oder auch durch vorhandene Schimmelsporen auf der Obstschale. Anzeichen dafür können sein: Ein seltsames Kribbeln im Mund, pelziger Geschmack oder sogar Atembeschwerden, Augentränen oder Juckreiz. Essen Sie nicht weiter! Am besten setzen Sie sich auch mit Ihrem Arzt/Apotheker oder Heilpraktiker in Verbindung.
  3. 3. Wespenstiche/Insektenstiche: Nach dem Stich versuchen Sie das Gift direkt rauszudrücken (Achtung, keinesfalls mit dem Mund aussaugen). Nach Möglichkeit halten Sie die Einstichstelle unmittelbar danach unter heißes Wasser (durch die Hitze zerfällt das im Gift enthaltenen Histamin und mindert eine Schwellung). Danach wird eine Kühlung mit Kompressen oder kühlenden abschwellenden Hautgelen empfohlen. Ja auch Spuke wird empfohlen. Leichte antibiotische oder kortisonhaltige Salben sind anwendbar. In der Naturheilkunde ist Boswellia (Weihrauch) ein gutes Mittel. Bitte beachten: Bei starken Schwellungen oder Beschwerden suchen Sie Ihren Arzt oder Heilpraktiker auf.
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